Laserentfernung von Tattoos


Experten warnen vor Blausäure
Laserentfernung von Tattoos

Bei der Tattooentfernung mit Laser kann gesundheitsschädigende Blausäure entstehen und in die Blutbahn gelangen. Das hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kürzlich nachgewiesen und rät Betroffenen zu einer sorgfältigen Beratung.

Nicht länger erwünschte Tätowierungen werden oft mit einem Rubinlaser entfernt. Daten zur Sicherheit dieser Entfernungsmethode fehlen jedoch bislang. Unklar ist beispielsweise, welche chemischen Abbauprodukte beim Bestrahlen der Farbpigmente entstehen und welche Langzeitwirkungen diese nach dem Freisetzen und Verteilen im menschlichen Körper ausüben.

Laserentfernung: Blausäure gelangt in die Haut

Das BfR hat in Labortests ermittelt, welche chemischen Abbauprodukte bei der Rubinlaserbestrahlung des Tattoofarbpigments Phthalocyanin-Blau freigesetzt werden. Den Ergebnissen zufolge entstehen unter anderem die giftigen Stoffe Benzonitril, Benzol sowie Blausäure.

Insbesondere Blausäure kann stark zellschädigend wirken. Bei Einnahme oder Einatmen größerer Mengen droht eine Blausäurevergiftung, auch Cyanidvergiftung). Darüber hinaus können gesundheitliche Beeinträchtigungen auch nach der Aufnahme über die Haut auftreten. Denn Blausäure durchdringt mühelos die oberen Hautschichten und geht schnell in die Blutbahn über. Das BfR nimmt an, dass lokale Pigmentkonzentrationen von circa 30 Mikrogramm pro Milliliter (μg/ml) Blausäure in der Haut gesundheitsgefährdend sind. Diese können nach Meinung der Experten bei der Laserentfernung von Tattoos auftreten, insbesondere wenn die Gewebeschichten gut durchblutet sind und sehr große Tätowierungen bestrahlt werden. Mögliche Folgen einer leichten Vergiftung sind Reizungen der Augen und Atemwege, Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit.

Sichere Laserbehandlung: Geschultes Personal und gute Beratung

Das BfR rät, Tattooentfernungen nur mittels medizinisch anerkannter Verfahren und von geschultem Personal in entsprechenden Einrichtungen vornehmen zu lassen. Betroffene sollten sich sowohl über die möglichen Risiken von Tätowierungen als auch der Tattooentfernung umfassend aufklären lassen. Die Risiken variieren je nach Größe der Tätowierung, Pigmentkonzentration, Körperstelle, Bestrahlungsdosis sowie der verwendeten Wellenlänge des Lasers.

Unsere Partnerapotheke

Schloß-Apotheke

Bahnhofstr. 12
27299 Langwedel

Telefon: 04235/9 41 41
Telefax: 04235/9 41 43

News

Brustkrebs-Risiko wird nicht erhöht
Brustkrebs-Risiko wird nicht erhöht

Ob Fehlgeburt oder Abtreibung

Abtreibung führt zu Brustkrebs! Diese Parole wird seit Jahren immer wieder ins Feld geführt, um schwangere Frauen von einem Abbruch abzuhalten. Dass das nicht stimmt, wird durch eine finnische Studie erneut untermauert.   mehr

Rezepte gegen Kater
Rezepte gegen Kater

Zu tief ins Glas geschaut?

Ob Familienfeier, Biergartenausflug oder Party: Wer beim Alkohol über die Stränge schlägt, bezahlt das am nächsten Tag meist mit einem Kater. Was hilft dagegen?   mehr

Blutdruckmessen will gelernt sein

Mann sitzt an einem Tisch und misst sich mit einem Blutdruckmessgerät selbst den Blutdruck.

Achtung Armhaltung!

Für eine korrekte Blutdruckmessung ist nicht nur ein geeignetes Gerät wichtig. Auch die Armhaltung muss stimmen – sonst kommen dabei leicht falsche Werte heraus.   mehr

Was tun gegen Cholesterin
Eine Person rührt Eier in einer Schüssel

Diät oder Therapie?

Die Frage beschäftigt Menschen mit zu hohen Cholesterin schon lange: Muss ich bei erhöhten Cholesterin-Werten auf das Frühstücksei verzichten? Und umgekehrt: Reicht eine Diät möglicherweise aus, um die Werte zu senken?   mehr

Zuckermessung zur Lifestyle-Optimierung
Zuckermessung zur Lifestyle-Optimierung

Bringt das was?

Für Menschen mit Diabetes ist es heutzutage normal: die kontinuierliche Messung des eigenen Blutzuckers. Doch ist die Methode auch für Gesunde sinnvoll?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Weser-Apotheke
Inhaber Ines Koopmann, Stefan Jankovic
Telefon 04202/97 91 97
Fax 04202/7 61 04
E-Mail weser-apotheke-baden@t-online.de